Melissa Kunz

ASSOZIIERTE DOKTORANDIN

 

Universität des Saarlandes

Campus C9 3

66123 Saarbrücken

 

Fon  +49 (0) 681 / 302–4872

E-Mail Melissa_Kunz(at)web.de

 

 

 

Melissa Kunz (Jahrgang 1990) studierte von 2009 bis 2014 in Leipzig lateinische und griechische Philologie im schulformspezifischen Bachelor- und Masterstudiengang für das höhere Lehramt an Gymnasien. Ihre Bachelorarbeit behandelt Konzeptionen des Todes im Epikureismus und der Stoa; ihre Masterarbeit verfasste sie zur Behandlung des Träumens bei Platon. Ihr Dissertationsprojekt beschäftigt sich mit Formen und Funktionen des Träumens in der griechischen Philosophie. Seit Februar 2016 ist sie Promotionsstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung und seit Februar 2017 assoziierte Doktorandin im Graduiertenkolleg »Europäische Traumkulturen«. 

    • Griechische und römische Philosophie, insbesondere die griechische Philosophie von der Vorsokratik bis zum Hellenismus
    • Grenzerfahrungen in der antiken Literatur: Tod, Rausch und Traum
    • Römische Lyrik

     

     

    Formen und Funktionen des Träumens in der griechischen Philosophie

     

    Schon den Menschen der griechisch-römischen Antike galt der Traum als Kuriosum, über dessen Entstehung, Nutzen und Wirkung es allerlei Theorien gab. Traumdeutung durch mehr oder weniger professionelle Traumdeuter gehörte ebenso zum Alltag der antiken Gesellschaft wie der Heilschlaf im Tempel des Asklepios (Inkubation). So finden sich auch in den ältesten griechischen Literaturquellen, den Epen Homers, Traumerzählungen und Topoi, die die Betrachtung dieses Phänomens für spätere Zeiten prägten. Weiterhin erweisen sich sowohl die griechisch-römische Dichtung als auch die Geschichtsschreibung als Fundgrube solcher Traumdarstellungen und es entwickelte sich mit den Traumbüchern sogar eine eigene Literaturgattung zu diesem Thema.

     

    Im Austausch mit jenen kulturellen, gesellschaftlichen und medizinischen Betrachtungsweisen des Traumes steht die Beschäftigung der antiken Philosophie mit diesem Phänomen, deren Untersuchung im Mittelpunkt des Promotionsprojektes stehen soll. Die bisherigen Forschungsschwerpunkte zum Themengebiet ›Träumen in der Antike‹ lagen v.a. im Bereich der Kulturwissenschaften; die philologisch-literarische Forschung fasste hierbei vorwiegend die Geschichtsschreibung, Dichtung und die Gattung des Traumtagebuches in den Blick.

     

    Ein eindringlicher, philologisch-inhaltlicher Vergleich von Aussagen griechischer Philosophen zum Thema des Träumens stellt hingegen ein Desiderat dar. Innerhalb des Dissertationsprojektes wird daher ein Vergleich von Texten vorsokratischer, klassischer und einiger hellenistischer Philosophen zum Thema des Träumens, Schlafens und Wachens vorgenommen. Auf Basis eines close reading werden die Texte zunächst interpretiert und vergleichend gegenübergestellt, wobei sich durch inhaltliche, semantische oder syntaktische Gemeinsamkeiten sowohl wiederkehrende Grundtendenzen und Topoi als auch inter- und intratextuelle Bezüge feststellen lassen. Dabei spielt die Bewertung der Überlieferungslage und die Kontextualisierung der zum großen Teil nur fragmentarisch erhaltenen Texte eine große Rolle.

     

     

    März 2017

    Vortrag im Kompaktseminar der Konrad-Adenauer-Stiftung »(Il)legal Highs. Der alltägliche Drogenkonsum in der Leistungsgesellschaft und seine Folgen« zusammen mit Anne-Sophie Dreßen (Archäologie, Universität Kiel), Berlin; Vortragstitel: »Drogen in der Antike«

     
     
    WiSe 2014/15

     

    Seminar »Formen und Funktionen des Träumens in der griechischen Philosophie« an der Universität Leipzig

     

    Stipendien

     

    seit 2016

    Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung

     

    2009-2011

    Online-Stipendium von e-fellows.net

     

     

    Praktika/ Weitere wissenschaftliche Tätigkeiten

     

    seit 2016

    Sprecherin des Studienpatenschaftsprogrammes »Senkrechtstarter« der Konrad-Adenauer-Stiftung in Leipzig und Gründungsmitglied des Projektes »Stipendium-Plus-Leipzig« zur Information von Schülern über Studienfinanzierungsmöglichkeiten

     

    2014-2015

    Wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Leipzig am Institut für klassische Philologie und Komparatistik, Fachbereich Gräzistik Mitgliedschaften

     

    2012-2013

    Mehrfach wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Leipzig am Institut für klassische Philologie und Komparatistik, Fachbereich Latinistik; unterstützende Tätigkeit im Forschungsvorhaben zum Kommentar von Herrn Prof. Dr. Marcus Deufert zu Lukrezens »De rerum natura«

     

    Unterrichtspraktika im Rahmen des Lehramtsstudiums in den Fächern Latein und Altgriechisch an der Thomasschule (Gymnasium der Stadt Leipzig), am Robert-Schumann-Gymnasium Leipzig, an der Helmholtzschule Leipzig und am Christian-Gottfried-Ehrenberg-Gymnasium Delitzsch