Aktuelles

Buchvorstellung: Natascha Denner Schau Schneee (Topicana Bd. 34)

 

Montag, 3. Dezember, 20:00, Saarländisches Künstlerhaus

 

3 Erzählungen, 1 Short Story & Gedichte - ein Tapsen an der Grenze zwischen Lyrik und Prosa. Der Schnapstote, der aus dem Schnee aufstand und ging & der Schneee wie Krüppelwatte aus rohem Brei, Subbotnixen, der dünne scheckige Mond einer Eulenfeder, ein simsender Stalker & die routinierte Richternase unter der Robe, Idee vom Abfallen der Raupen aus dem Maulbeerbaum auf die handflache Flugbahn, ein Wölkchen Spiritus, Kahlschlag auf einer Pusteblume, ein KGB-General tanzt zum Medaillenswing oder ist es schon der Punk? & aus dem Feuerzeugflämmchen recken sich androide Flamingohälse.

 

Natascha Denner, geboren im sibirischen Tomsk, sie schreibt Lyrik und lyrische Prosa, 2017 erhielt sie das Schreibresidenzstipendium Printemps Poétique Transfrontalier, sie hat in den Saarbrücker Heften, der saarländischen Literaturzeitschrift STRECKENLAEUFER sowie im Katalog Heldenmythen – Heldentaten – Heldentod des saarländischen Künstlerhauses veröffentlicht.

Interview mit Prof. Dr. Manfred Engel

Ein Interview mit Prof. Dr. Manfred Engel zur Rolle der Träume in der Literatur- und Kulturgeschichte, zu lesen in der Südwestpresse vom 3. November 2018.

Vierte erfolgreiche Verteidigung der Dissertationsschrift

 

Die ehemalige Kollegiatin, Katina Baharova verteidigte am 22. Oktober 2018 erfolgreich ihre Dissertationsschrift »Der Traum in der neueren russischen Lyrik. Elena Švarc, Ol’ga Sedakova und Gennadij Ajgi« an der Universität des Saarlandes (Erstbetreuerin: Prof. Dr. Henrieke Stahl; Zweitbetreuerin: Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle). Sie ist damit die vierte Kollegiatin des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen«, die das Promotionsverfahren abgeschlossen hat.

 

Die Mitglieder des Graduiertenkollegs »Europäische Traumkulturen« gratulieren der Promovendin ganz herzlich und wünschen ihr weiterhin alles Gute.

 

Veranstaltungen im WiSe 2018/2019

Gastvortrag

Dr. Claude Fretz (Queen’s University Belfast)

 

»Dreams in Shakespeare«

 

28. November 2018 | 18–20 Uhr | Universität des Saarlandes | Campus C5 3 | Raum 3.24

 

Bei Shakespeare können sich Träume auf die Vergangenheit beziehen, die Gegenwart reflektieren oder einen flüchtigen Blick in die Zukunft erlauben; sie können Ängste übermitteln oder Hoffnungen schüren. Weil die Ursprünge von Träumen komplex und bisweilen unmöglich einzuordnen waren, boten sich Träume als ein attraktives dramaturgisches Element an. Der Vortrag widmet sich deshalb insbesondere den dramaturgischen Effekten, die mit Blick auf die damaligen religiösen, physiologischen und politischen Vorstellungen über Träume von Shakespeare in seinen Stücken erzeugt wurden.

 

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Gastvortrag

Dr. Christian Bachmann (Ruhr-Universität Bochum)

 

»Träumen rahmen. Zu einer graphisch-narrativen Strategie in Bildergeschichten und Comics um 1900«

 

5. Dezember 2018 | 18–20 Uhr | Campus C5 3 | Raum 3.24

 

Um 1900 entwickelt sich der Comic als neue Erzählform in US-amerikanischen Tageszeitungen. Zeichensystem, Erzähl- und Darstellungsweisen sowie Themen- und Figurenrepertoire entstehen jedoch nicht in einem Vakuum, sondern in Fortsetzung einer langen visual-satirischen Tradition. Vor diesem Hintergrund sollen die Darstellungsweisen von Träumen in der Bildsatire, in Bildergeschichten und im Comic skizziert werden, die um 1900 eine beinahe selbstevidente Rolle spielen.

 

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Gastvortrag

Prof. em. Dr. Dr. Claus-Artur Scheier (TU Braunschweig)

 

»›Wunder von Ferne oder Traum‹ – Überlegungen zur virtuellen Realität«

 

8. Januar 2019 | 18–20 Uhr | Campus C5 3 | Raum 3.24

 

Die industrielle Revolution hat von Anfang an auch die natürliche Traumdisposition des modernen Menschen, die »Fabrikware der Natur« (Schopenhauer) ergriffen, den Traum industrialisiert und seinen tradierten Begriff funktionalisiert (Freud). Daraus resultierte eine neue Form der Produktion: die Simulation, und ein neuer Typ hochtechnischer Produkte: die virtuellen Welten. Wie unterscheiden sich Traum und virtuelle Realität? Dieser Frage wird Prof. em. Dr. Claus-Artur Scheier in seinem Vortrag auf den Grund gehen.

 

Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.